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Die Geschichte von Michael

Michael wird dieses Jahr 30. Er hat an einer renommierten Uni in Deutschland und in den USA studiert, ein Auslandspraktikum in China gemacht und steckt bereits seit einigen Jahren fest im Berufsleben. Heute arbeitet er als Informatiker in einem mittelständigen Unternehmen, meist mehr als 40 Stunden die Woche, eher 50. Er ist engagiert, selbstbewusst, gut ausgebildet, spricht fließend Englisch und hat Ziele.

Michael1Doch seit einiger Zeit fragt er sich nach dem tieferen Sinn in seiner Tätigkeit. Das Programmieren ist nämlich nicht alles in seinem Leben. Er hat viele Freunde, eine Familie und ist vor kurzem Vater geworden. In dieser Phase seines Lebens wird ihm immer mehr und mehr bewusst, dass er lieber mehr Zeit für seine Familie und Freunde zur Verfügung hätte. Außerdem vermisst er die Freiheiten, die er während seines Studiums noch hatte. Da konnte er mal früh eine Vorlesung schwänzen und dafür bis in die späte Nacht an einer Seminararbeit sitzen. Trotzdem oder gerade deswegen hat er sein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Trotz seines Einsatzes für sein Informatikstudium und in einem Nebenjob hatte er immer genügend Zeit zum Feiern, für Sport, Freunde und Reisen. Ja, das Reisen fehlt ihm auch sehr. Wie gern würde er ein Sabatical einlegen und zusammen mit seiner kleinen Familie in einem VW Bus um die Welt reisen. Michael würde auch gern flexibler arbeiten, damit er seine kleine Tochter am Nachmittag vom Kindergarten abholen kann und sie noch ein paar Stunden sieht, bevor sie abends ins Bett geht. Danach ist er meistens noch sehr produktiv und könnte locker noch 3 Stunden arbeiten. Sein Arbeitgeber will aber dass Michael von mindestens 9 – 18Uhr im Büro ist, obwohl das als Programmierer total irrelevant ist, da Michael eh nur vor seinem Rechner sitzt und keine Kundentermine hat. Im Homeoffice arbeiten würde also problemlos funktionieren und würde Michael so einiges im Privatleben erleichtern. Vielleicht könnte er sich so auch besser auf seine Arbeit konzentrieren und wäre nicht immerzu von der ständigen Lautstärke einiger Kollegen abgelenkt. Michael findet seine Kollegen und Chefs nett, aber zugehörig fühlt er sich ihnen nicht. Zum einen muss er nach 4 Jahren in der gleichen Firma seinen Chef immer noch siezen und hat auch nicht das Gefühl seine Ideen gleichberechtigt einbringen zu können. Immer hat der Chef das letzte Wort und weiß Michael und seine kreativen Ideen nicht zu schätzen. Zum anderen hat er mit seinen Kollegen noch nie privat etwas unternommen um sie ein wenig besser kennenzulernen und ein Teamgefühl aufkommen zu lassen. Zum Sport schafft er es auch nur noch selten, da er nach Feierabend meist nach Hause will um seine Tochter noch kurz zu sehen und sein Sportclub am anderen Ende der Stadt ist.

Michael ist deshalb ziemlich unglücklich mit seinem Leben und seinem Job. Nur wie kann er sein Leben entsprechend verändern um seinen Wünschen und Träumen näher zu kommen? Neulich hat er von einem Unternehmen gehört, bei denen er keine 50 Stunden arbeiten müsste. Die FGM GmbH achtet  bei ihren Mitarbeitern auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance. Sie betrachtet ihre Mitarbeiter als höchstes Kapital und weiß diese auch zu schätzen. Denn ohne zufriedene und motivierte Mitarbeiter wäre die FGM GmbH jetzt nicht da, wo sie ist: Marktführer in ihrem Segment. Deshalb hat das Unternehmen Hannah angestellt, welche als Feelgood Managerin arbeitet und sich um alle Belange des schnell wachsenden IT Unternehmens kümmert. Neue Mitarbeiter werden schnell ins Team integriert, in dem auf eine gute Einarbeitung geachtet wird. Außerdem wird bei zugezogenen Mitarbeitern bei der Wohnungssuche unterstützt, ausländischen Kollegen Sprachkurse angeboten und überhaupt auf ein gutes Miteinander geachtet. Nach 3 Jahren Betriebszugehörigkeit steht es den Mitarbeitern frei ein mehrmonatiges Sabatical einzulegen, damit sie danach wieder hochmotiviert an ihre Arbeit gehen können. Auf Weiterbildungen wird im Unternehmen hohen Wert gelegt. Überdies wird versucht jeden Mitarbeiter entsprechend seiner individuellen Interessen und Fähigkeiten auf die für ihn richtige Position zu setzen. Hannah hat stets ein offenes Ohr für die Probleme, Sorgen und Wünsche ihrer Kollegen und versucht diese in Gesprächen zu lösen. Dabei vermittelt sie auch oft zur Geschäftsführung. Die Kollegen vertrauen ihr, weil sie wissen, dass sie niemanden anschwärzt, sondern manche Dinge einfach anonym weitergegeben werden und trotzdem von der Geschäftsführung entsprechend ernst genommen werden.

Michael ist super ausgebildet und kennt sich in seinem Bereich sehr gut aus. Viele Unternehmen reißen sich um ihn. Deshalb weiß er gar nicht mehr so genau, warum er im Moment noch für seine jetzige Firma arbeitet. Er überlegt sich nun auch bei der FGM GmbH zu bewerben um endlich wieder motivierter an die Arbeit gehen zu können und damit auch effektiver und leistungsorientierter zu arbeiten um anschließend mehr Zeit mit seiner Familie und Tochter verbringen zu können.

So, wie Michael geht es im Moment vielen jungen Arbeitnehmern. Sie suchen nach dem Sinn in ihrer Tätigkeit, sie wollen besser wert geschätzt werden, flexibler arbeiten und eine bessere Work-Life-Balance finden. Eine ganze Generation mit ähnlichen Wünschen wie Michael drängt nun auf den Arbeitsmarkt, welcher dem wirtschaftlichen Aufschwung nicht mehr standhalten kann. Unternehmen haben bereits jetzt schon Schwierigkeiten mit der Besetzung von Stellen. Teilweise müssen Aufträge sogar abgelehnt werden weil Fachkräfte fehlen. In den USA herrscht bereits ein regelrechter „War for talents“ – ein reger Wettbewerb um die besten Fachkräfte im Land. Auch in Deutschland wird es immer mehr ein Gerangel um gute Mitarbeiter geben. Das alles sind gute Gründe für Unternehmen auf Feelgood Management zu setzen, womit sich dieser Blog beschäftigen wird.

*Die Geschichte rund um Michael und die FGM GmbH ist frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt. Trotzdem hoffe ich dass sich Unternehmen ein Beispiel an der FGM GmbH nehmen und Feelgood Management etablieren.
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