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Die Charakteristika der Generation Y

Die Generation Y ist ein zentraler Ansatzpunkt für die Entstehung und Entwicklung von Feelgood Management in Unternehmen (siehe auch Gründe und Notwendigkeit Feelgood Management). Wer die charakteristischen Merkmale dieser Generation nicht kennt, wird auch den Sinn von FGM nicht verstehen.

Die Generation der 1980 bis 1990 geborenen steht längst im Berufsleben und wird am Arbeitsmarkt immer wichtiger. Das heißt, dass sich immer mehr Vertreter in verantwortungsvollen Führungspositionen befinden und im Jahr 2020 ca. 50% aller Arbeitnehmer weltweit der Generation Y angehören werden. Welche charakteristischen Merkmale diese Generation kennzeichnen, worauf sie Wert legt und wie sie ticken, möchte ich im Folgenden vorstellen.

generationy_850x300Ein wichtiger Punkt der Generation Y steckt bereits im Namen selbst, denn diese heißt nicht nur so, weil sie der Nachfolger der Generation X ist. Das Y im Namen steht vor allem Englisch ausgesprochen für „Why“ – die Frage nach dem Warum. Damit wird das fragende und suchende Lebensgefühl der Generation deutlich, die krisenerprobt und selbstbewusst durchs Leben schreitet, stets alle Dinge hinterfragt und deshalb eher einmal über den Tellerrand hinaus schaut. Diese Eigenschaften zeichnen diese Generation besonders aus:

  • selbstbewusst

Eine hohe Anzahl an Einzel- und Wunschkindern weiß welche Macht sie am Arbeitsmarkt hat. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels sind die Arbeitgeber auf sie angewiesen. Es existiert eine Knappheit an hochgebildeten Fachkräften in einem wirtschaftlich florierenden Land. Und es werden noch weniger, wenn die starken Geburtsjahrgänge 1960 bis 1970 erst einmal in Rente gehen.

  • bildungshungrig

Von Beginn an legen die Vertreter der Generation Y einen hohen Wert auf Ausbildung. Qualifizierte Studienabschlüsse in die sie oftmals viel Zeit und Geld investiert haben sind ihnen wichtig. Sie sind international ausgebildet, beherrschen mindestens eine Fremdsprache fließend, machen zahlreiche Praktika, sind immer informiert und dazu hochmotiviert und selbstbewusst.

  • freiheitsliebend

Die Ypsiloner verändern die Arbeitswelt. Sie achten auf eine ausgewogene Work-Life-Balance, wollen sich selbst verwirklichen und suchen spannende Aufgaben. Finanzielle Anreize allein reichen nicht mehr aus. McKinsey wirbt inzwischen mit einer dreimonatigen Auszeit, da das sechsstellige Gehalt allein nicht mehr bei den High Potentials als Lockmittel ausreichend ist. Ein sogenanntes „Jobhopping“ ist für die Generation Y nicht ungewöhnlich und allgemein akzeptiert.

  • flexibel und unabhängig

Die gewünschte Work-Life-Balance kann nur durch ein hohes Maß an Flexibilität in Raum und Zeit erreicht werden. Die Grenzen zwischen privatem und beruflichen können verschwimmen. Homeoffice auch nach Feierabend und am Wochenende wird in Kauf genommen, wenn dafür „zwischendurch“ private Dinge erledigt werden können. Nicht auf die Anwesenheit im Büro soll es ankommen, sondern auf Leistung und Ergebnis. Auslandsaufenthalte, fern der Heimat, Umzüge ans andere Ende der Welt oder einfach nur innerhalb Deutschlands sind keine Seltenheit, sondern gehören dazu.

  • digital-native

Aufgewachsen in einer zunehmend digitalisierten Welt, sind sie ständig und überall bestens vernetzt und informiert. Eine hohe Technikaffinität zeichnen sie ebenso aus wie eine überdurchschnittliche Multitaskingfähigkeit.

  • international

Auslandspraktika, Auslandssemester, Work and Travel und Fernreisen. Die Generation Y ist international aufgewachsen und denkt über nationale und europäische Grenzen hinweg. Das ermöglicht ihnen eine komplett neue offene, globale Weltansicht.

  • individualistisch

Wir, denn auch ich bin eine typische Vertreterin der Generation, stellen uns Fragen wie „Passt das Unternehmen zu mir?“ „Ist hier meine Persönlichkeit gefragt oder stehen meine Qualifikationen im Vordergrund?“ Persönliche Überzeugungen opfern wir nicht oder nur sehr ungern zu Gunsten des Images. Lieber gelten wir als uncool, als das wir falsche Überzeugungen zu vertreten.

  • skeptisch

Als Folge internationaler Krisen wie 9/11, dem Kampf gegen den Terror, der Finanz- und Eurokrise und – ganz aktuell –  der Flüchtlingsdiskussion, haben wir gelernt mit Krisen umzugehen. Großen Versprechen stehen wir eher kritisch gegenüber und hinterfragen diese stark. Die suggestiven Tricks der Paid Media sind für und längst vertraut und daher leicht zu durchschauen. Earned und Shared Media spielen eine weitaus wichtigere Rolle: Mund-zu-Mund-Kommunikation, Empfehlungen und Testimonials erzeugen Vertrauen in das Unternehmen und dessen Produkt.

  • sozial

Ihr Privatleben ist den Yern sehr wichtig. „Wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben“ ist ihr Motto. Zeit mit Freunden, Familie oder auch Kindern steht bei Ihnen an erster Stelle. Deshalb stehen sie flexiblen Arbeitszeitmodellen sehr positiv gegenüber und achten besonders auf eine gute Work-Life-Balance.

  • stufenlos

Hierarchien, insbesondere zum Selbstzweck oder Machterhalt werden von der Generation Y grundsätzlich abgelehnt. All das, was eine hierarchische Organisation ausmacht, kommt auf den Prüfstand: Kontrolle, zentrale Steuerung, Machtspielchen und dezentrales Fachwissen. Stattdessen gibt es ein offenes (digitales) Wissensmanagement, eine flache Organisationen, eine gute Fehlerkultur, hierarchielose Kommunikation und Vertrauen – für Führungskräfte und für Mitarbeiter. Natürlich soll es weiterhin Mitarbeiterbeurteilungen geben, aber vor allem sind Werte entscheidend. Die Generation Y will Sinn in dem, was sie tut.

Für Unternehmen ist es wichtiger denn je umzudenken und junge Talente zu akquirieren. Feelgood Management leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und dient u.a. als Maßnahme junge Arbeitnehmer von den Arbeitgeberqualitäten des Unternehmens zu überzeugen. Eine Übersicht liefert die folgende Graphik. Um die Graphik im PDF Format zu erhalten, klicken Sie bitte auf das Bild.

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Bei Klick aufs Bild Graphik als Download im PDF Format
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5 Kommentare zu „Die Charakteristika der Generation Y

    1. Ja, Voraussetzung, auch für die Entwicklung von Feelgood Management, ist immer eine Geschäftführung, die offen und interessiert mit dem Thema umgeht. Die Gen Y geht neue Wege – die sollten Unternehmen in der Zukunft auch einschlagen um Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden zu können. Danke für Deinen Kommentar Rochus-Marian.

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