News · Praxis

Feelgood Management bei Spreadshirt

In der Kategorie Praxis möchte ich Unternehmen vorstellen die bereits erfolgreich Feelgood Management anwenden. Letzten Monat gab es bereits einen Artikel zu Magda Bethge vom Internetdienstleister Jimdo, welche eine der ersten Feelgood Managerinnen in Deutschland war. Im Kommenden möchte ich gern das Unternehmen Spreadshirt (www.spreadshirt.de) als weiteren Vorreiter von Feelgood Management in Deutschland näher betrachten.

Das Unternehmen

Spreadshirt wurde im Jahre 2002 von Lukasz Gadowski und Matthias Spieß in Leipzig gegründet. Es bietet seinen Nutzern eine Online-Plattform, mit deren Hilfe nicht nur T-Shirts gestaltet und gekauft, sondern auch zum Verkauf angeboten werden können. Vom kleinen Start-Up-Unternehmen ist das Unternehmen seit der Gründung rasant gewachsen und betreibt mittlerweile Büros in Berlin, London, Paris, Utrecht, Legnica und Boston. Im Jahr 2015 generierte das Unternehmen einen Umsatz von rund 85 Mio. Euro und verschickte über 3,6 Mio. Artikel in 180 Länder.

Feelgood Management bei Spreadshirt

feelgoodmanager_stefanie
Feelgood Managerin Stefanie Frenking

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels betreibt Spreadshirt modernes Employer Branding und erhält so laut eigener Auskunft mehr Bewerbungen als vergleichbare Unternehmen. Die Geschäftsführung von Spreadshirt wollte, trotz des rasanten Wachstums, die Start-Up-Kultur im Unternehmen beibehalten und beschäftigt daher seit 2011 eine Feelgood Managerin. Stefanie Frenking, die damals als „Kulturbeauftragte“ eingestellt wurde, sorgt mit Ihrer Arbeit bei dem Online Shop dafür, dass das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird und die derzeit ca. 500 beschäftigten Mitarbeiter sich wohlfühlen und gern zur Arbeit kommen.

Aufgaben der Feelgood Managerin Stefanie

Was tut Stefanie dafür? Stefanie unterscheidet ihre Arbeit in vier Kernbereiche.

Sie plant Events, wie das jährliche Sommerfest oder die Weihnachtsfeier und organisiert Freizeitaktivitäten, wie gemeinsame Bar-Abende.

Stefanie hat ein stetig offenes Ohr für alle Belange ihrer Kollegen. Sie kümmert sich um Wünsche, Sorgen und Verbesserungsvorschläge im Arbeitsalltag. Egal ob sie damit bei der Chefetage aneckt oder auf sofortige Zustimmung stößt. Sie hilft neuen Mitarbeitern bei der Eingewöhnung und unterstützt Mitarbeiter auch mal bei der Wohnungs- oder Kitasuche. All das zählt für sie zum Bereich Personalbetreuung.

Aktionen im Bereich Gesundheit, wie beispielsweise die „Anti-Stress-Woche“, die Zusammenarbeit mit Diätassistenten und die Erstellung von Sportangeboten zählt sie zum Bereich Gesundheitsmanagement.

Im Rahmen der internen Kommunikation betreut Stefanie zusätzlich einen Unternehmensblog, entwirft Newsletter mit den Unternehmens- und Branchennews und pflegt die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander.

Stefanie sieht sich immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber. Ihre Aufgaben passt sie selbstständig an die internen Unternehmensbedürfnisse an. Die Aufgaben von Feelgood Management können nicht allgemeingültig definiert werden und sollten sich immer entsprechend an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und des gesamten Unternehmens ausrichten.

Feelgood Management muss tief in der Unternehmenskultur verankert sein

Im Laufe der Zeit hat sich Spreadshirt besonders durch seine hohe Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. So gibt es eine Unterstützung bei der Kitaplatzsuche, flexible Arbeitszeiten ohne Kernzeiten und die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, was den Drahtseilakt einiger Mütter und Väter zwischen Familie und Beruf deutlich erleichtert. Stefanie erzählt, dass FGM ganz tief in der Unternehmenskultur bei Spreadshirt verankert ist und nicht erst mit ihrer Einstellung in 2011 etabliert wurde. „Die Basis zum Feelgood Management war schon immer da und musste nur professionalisiert werden. Der FGM Gedanke wird von allen gelebt und mitgetragen – vom Mitarbeiter bis zum Vorstand.“  Eine wichtige Voraussetzung um die Idee von Feelgood Management im Unternehmen zu etablieren. Die zunehmende und sich teilweise überschneidende Themenvielfalt in der Personal- und Kommunikationsabteilung und im Vorstand waren letzten Endes der Grundstein für die Entstehung eines professionellen Feelgood Managements im Unternehmen, genauso wie der rasante Wachstum von Spreadshirt und dessen Wunsch die lockere, anfängliche Atmosphäre beizubehalten. „Das Wohlfühlen der Mitarbeiter bei Spreadshirt ist die Basis für den Erfolg“ erklärt Stefanie. Es sei sehr wertvoll und nicht selbstverständlich, dass neue Talente oftmals über Mitarbeiterempfehlungen gefunden werden als über Headhunter, meint sie weiter.

Der Erfolg kann sich sehen lassen: Die Plattform ist mittlerweile in 18 Märkten sowie 12 Sprachen aktiv und betreibt 5 Produktionsstandorte in Deutschland, Polen, der Tschechischen Republik und den USA. Wer Lust hat hinter die Kulissen bei Spreadshirt zu schauen, kann sich den 13. Oktober schon einmal rot im Kalender markieren. Mit der Veranstaltung Open IT lädt Spreadshirt zum siebenten Mal Studierende und Absolventen der Informatik ein, die technologischen Facetten und den Alltag einer führenden E-Commerce-Plattform kennen zu lernen.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s