News · Theorie

Voraussetzungen und Erfolgsmessung von Feelgood Management

Auf dem Blog möchte ich Feelgood Management nicht nur rosarot betrachten. Im Netz findet man durchaus viel Kritik am FGM Konzept, welche teilweise sicherlich auch ihre Berechtigungen findet.

Mir ist es wichtig dass man sich nicht an dem Begriff Feelgood Management stört, denn der Begriff ist nirgends eindeutig und allgemeingültig definiert und nur einer von vielen. Meine Definition von Feelgood Management entspricht einer etwas weiter gefassten Auslegung des Begriffs. Feelgood Management prägt die Kommunikation und Unternehmenskultur setzt sich für Unternehmenswerte ein und fördert die stetige Verbesserung interner Unternehmensprozesse.

Welche Ziele FGM verfolgt und warum sich Unternehmen für den Einsatz von Feelgood Management entscheiden sollten, habe ich ebenfalls in einem voran gegangenen Artikel klären können.

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Welche Voraussetzungen müssen in Unternehmen für den Einsatz von Feelgood Management geschaffen werden? Wie lässt sich der Erfolg von FGM überhaupt messen? 

Feelgood Management ist ein Ansatz der vor allem mit der Messbarkeit zu kämpfen hat. Das klassische Credo “If you can’t count it, you can’t manage it” lässt sich auf das Konzept nicht anwenden. Wichtige Voraussetzungen sind vor allem Geduld, das Lernen aus Erfahrungswerten und die Offenheit des Managements klassische Unternehmensleitsätze außer Kraft zu setzen. Genau deswegen wird die Etablierung von Feelgood Management immer zunächst mit einem Vertrauensvorschuss seitens der Chefetage gekoppelt sein. Lohnt es sich also hier zu investieren?

Ja!

Wir können zwar nicht das Lachen pro Minute der Mitarbeiter zählen, aber wir können folgende Kennzahlen zu Rate ziehen, welche in Unternehmen nach der Einführung von Feelgood Management durchweg mit positiver Tendenz bewertet wurden.

  • geringerer Krankenstand
  • geringere Mitarbeiterfluktuation
  • steigende Zahl der Jobvermittlungen durch Mitarbeiterempfehlungen
  • Beteiligung der Mitarbeiter an Events und Veranstaltung
  • Nutzungszahlen von Arbeitszeitmodellen
  • Umfrageergebnisse von Mitarbeiterzufriedenheitsbefragungen
  • Verringerung der Personalkosten
  • Erhöhung der Produktivität und Rentabilität im Unternehmen*

 Wann sollten Unternehmen über die Etablierung von FGM nachdenken?

Am besten nicht nur wenn oben genannte Kennzahlen beunruhigend auf die Geschäftsleitung wirken. Wenn es Schwierigkeiten bei der Besetzung neuer Stellen gibt, wenn es eine hohe Anzahl oder eine steigende Tendenz zu Fehltagen gibt, wenn Mitarbeiter illoyal oder nur kurz im Unternehmen bleiben, wenn die Kreativität, die Produktivität und der kommunikative Austausch der Mitarbeiter nachlässt.

Dann wird es Zeit umzudenken und neuen Konzepten, wie Feelgood Management eine Chance im Unternehmen einzuräumen.

*[indirekt messbar und nicht ausschließlich auf FGM rückführbar]
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