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Meine Tipps gegen Stress

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Ein Faktor der sich stark auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirkt, ist Stress. Laut einer aktuellen Forsa-Studie mit etwa 1.000 Befragten fühlen sich über 60% der Deutschen regelmäßig gestresst. Unter den 30- bis 39-Jährigen, der sogenannten Generation Y sind es sogar 82% der Befragten. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert, dass im Jahr 2020 jede zweite Krankmeldung auf Stress zurückzuführen sein wird.

Evolutionsbiologisch betrachtet ist Stress nichts Schlechtes, denn er sorgt dafür, dass wir in Notsituationen Höchstleistungen vollbringen können: flüchten, kämpfen, verstecken oder tot stellen. Bei meinem Job als Projektmanagerin helfen mir diese Instinkte jedenfalls ab und zu ganz gut.

Stress – Entstehung und Ursachen

Stress entsteht wenn gestellte Aufgaben und Anforderungen nicht geschafft oder nicht richtig ausgeführt werden können. Wie man mit denen an sich gerichteten Anforderungen umgeht, wie diese verarbeitet und bewertet werden kann entscheidend für das Auslösen von Stress sein. Das heißt, dass Stress sehr individuell geprägt ist und bei jedem durch etwas anderes ausgelöst werden kann, aber auch jeder selbst an seinem Stresserleben mitwirkt und lernen kann damit umzugehen. Sind Leistungen durch Erfolgserlebnisse und Anerkennung gekrönt und fühlt man sich der Situation gewachsen, hat Stress durchaus etwas Gutes. Diese Art von Stress heißt nach dem Griechischen Wort „eu“ – „gut“, Eu-Stress. Ergeben sich beim Abgleich zwischen den gestellten Anforderungen und den persönlichen Möglichkeiten zu deren Bewältigung jedoch Lücken, entsteht der sogenannte Di-Stress.

Es werden körperliche und psychische Stressoren unterschieden. Zu den körperlichen Stressoren gehören zum Beispiel Lärm, Hitze, Kälte oder Schmerzen. Im Arbeitsumfeld kommen hauptsächlich psychische Stressoren zum Tragen: hohe Verantwortung für Aufgaben oder Menschen, Konflikte zwischen Kollegen oder Kunden, neue unbekannte Situationen mit denen man nicht umzugehen weiß, Termindruck, mangelndes Selbstbewusstsein, nicht Nein-Sagen-Können, Druck durch Vorgesetzte oder durch die Konkurrenz, Informationsflut (Emails, Telefonate, Meetings), ein schlechtes Betriebsklima oder zu hohe Erwartungen, welche man an sich selbst setzt oder an Andere richtet.

Stresswirkungen und –symptome

Auch die Stresswirkung kann körperlich und psychisch sein und sich bei jedem ganz unterschiedlich äußern. Typische körperliche Anzeichen für Stress sind zum Beispiel Magenschmerzen, Schlaflosigkeit bei gleichzeitiger Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Herzrasen. Verspannungen, Gliederschmerzen und ein geschwächtes Immunsystem. Zu den typischen psychischen Anzeichen zählen Konzentrationsschwächen, Antriebsschwächen, sogar Angst- und Panikattacken können Folge von permanenten Stress sein.

Stressbewältigung – Lösungsansätze

Es gibt zwei unterschiedliche Lösungsansätze um Stress zu bewältigen.

Gibt es die Möglichkeit den Stressauslöser genau zu identifizieren und kann dieser modifiziert oder ausgeschaltet werden? Falls ja, kann so zusätzlichem Stress vorgebeugt werden. Oftmals kommt allerdings der zweite Ansatz zum Tragen: Es werden persönliche Strategien aufgebaut, die einen effektiveren Umgang mit all jenem ermöglichen, was stresst, jedoch unabänderlich ist. Meine persönlich erprobten Tipps gegen Stress möchte ich Euch im Folgenden näher erläutern.

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Meine Tipps gegen Stress

Sport

Regelmäßiger Sport erhöht die allgemeine psycho-physische Widerstandsfähigkeit. Ich gehe mindestens einmal die Woche joggen und mache zusätzlich Yoga. Dabei werden im Körper stressabbauende Hormone ausgeschüttet, weshalb ich aus einer Trainingseinheit gestärkt und entspannt zugleich raus gehe.
Ein Feelgood Manager im Unternehmen kann als Motivator fungieren z.B. indem er Laufgruppen, Vergünstigungen im Fitnessstudio oder Sportkurse, wie Yoga, organisiert und diese den Mitarbeitern näher bringt.

Gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist der Antriebsstoff für Körper und Geist. Fast Food oder zu viel Zucker und Koffein wirken sich negativ auf unsere Leistungsfähigkeit auf. Viele unterschätzen was eine ungesunde Ernährung für uns und unseren Körper bedeutet. Hier sollte der Feelgood Manager aufklären und beraten und gezielte Maßnahmen für eine gesunde Ernährung der Mitarbeiter fördern.

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Etwas Neues ausprobieren

Ich probiere immer gern wieder neue Dinge aus. Ob Yoga, autogenes Training, Meditation oder Hypnose. Für jeden ist das sicherlich nichts. Mir war Yoga früher viel zu spirituell und um ehrlich zu sein, finde ich die Oms und Shanti immer noch ein wenig befremdlich. Ich komme aber beim Yoga wunderbar zur Ruhe und tue dabei etwas für meinen Körper und meinen Geist. Damit fühle ich mich wesentlich ausgeglichener als vorher.

Ausreichend und gut Schlafen

Ein guter Schlaf ist ein klassischer Stresskiller, denn die Ruhephasen braucht der Körper um mit den Belastungen des Tages umzugehen. Hierbei ist nicht nur die Dauer des Schlafes entscheidend, sondern vor allem auch die Qualität. Dabei spielen Lattenrost, Matratze, Schlafumgebung und Belüftung, sowie die Umgebungslautstärke eine wichtige Rolle. Auf der Couch vorm Fernseher einschlafen passiert mir auch manchmal, ist aber nicht gut, weil der Schlaf durch die Lautstärke des Fernsehers und die ungemütliche Couch, kein guter und erholsamer Schlaf ist.

Spazieren und frische Luft

Manchmal bewirkt bei mir ein kleiner Spaziergang oder eine kleine Pause an der frischen Luft ein wahres Wunder. Besonders wenn ich im Denken irgendwie festgefahren bin, hilft mir die Bewegung, die frische Luft und die räumliche Veränderung sehr, um wieder klar denken zu können.

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Große Aufgaben in Einzelaufgaben einteilen

Wenn eine Aufgabe einen zu überwältigen droht und unlösbar zu sein scheint, ist es hilfreich, wenn man diese auf Einzelaufgaben herunterbricht und somit der Aufgabe die Komplexität nimmt und mehr Klarheit gewinnt. So kann ich entspannter die Aufgaben priorisieren und nacheinander angehen.

Kein Multitasking

Auch wenn wir Frauen immer wieder behaupten wir wären multitaskingfähig, weiß ich dass dies nur eine Illusion ist. Wenn man versucht mehrere Dinge parallel zu erledigen, leidet die Qualität der Ergebnisse. Ich versuche daher nicht mehr an mehreren Sachen gleichzeitig zu arbeiten. So bin ich konzentrierter und kann 100% meiner Aufmerksamkeit auf eine Sache lenken. Wenn Ihr trotzdem glaubt ein guter Multitasker zu sein, macht den Test:
Macht Euch eine To-do-Liste für den Tag und versucht einmal alles gleichzeitig zu erledigen und einmal nacheinander. Vergleicht danach was Ihr tatsächlich geschafft habt (und zwar vollständig) und was nicht. Wie geht es Euch jeweils am Ende des Tages? Ich habe so festgestellt, dass ich fast immer mit der Variante besser klar komme, in der ich mich nur auf eine Sache konzentriere, weil ich so fokussierter und ergebnisorientierter arbeite.

Tu Dir etwas Gutes und achte auf eine ausgewogene Work-Life-Balance!

Auch hier kann der Feelgood Manager beraten und Konzepte entwickeln, die die Work-Life-Balance unterstützen. Freie Zeiteinteilung, Home Office, Sport, Sabbatical (dazu im nächsten Artikel mehr) oder eine 35 Stunden Woche. FGM sollte Konzepte anbieten, die die Work-Life-Balance des Arbeitnehmers verbessern.

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Wenn ich mich besonders gestresst fühle, gönne ich mir gern mal eine Thai-Massage, gehe am Wochenende in die Berge um abzuschalten oder steige einfach nur bei guter Musik und Kerzenschein in meine Badewanne. Jeder sollte am Ende selbst am besten wissen wie er sich etwas Gutes tun kann. Wichtig ist nur sich dafür Zeit zu nehmen und seinem Körper die Ruhephasen zu gewähren die er braucht.

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