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Sabbatical – Ich bin dann mal weg…

Seit Anfang Dezember befinde ich mich backpackend in Peru und genieße die unglaublich schöne Landschaft, Natur, die freundlichen Menschen und das gute peruanische Essen, was wirklich sehr lecker schmeckt und nicht nur aus Meerschweinchen besteht. Diese Auszeit, die noch bis Anfang Januar andauert, lässt mich vom Endjahresstress runterkommen, komplett abschalten und neue Energie für meinen Job als Projektmanagerin in 2017 tanken.

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Spätestens seit dem Thomas Vollmoeller, der CEO des Businessnetzwerkes Xing, im Oktober 2016 sein Sabbatical ankündigte, wurde dieses in den Medien heiß diskutiert. Nur knapp 5% der Unternehmen in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit sich eine mehrmonatige Auszeit vom Job zu nehmen. Ob es die Erfüllung eines Lebenstraumes ist, eine Weltreise, ein Hausbau, die Vermeidung eines Burnouts oder einfach die Zeit mit den Kindern – Motivationen für ein Sabbatical gibt es viele.

Was genau ist eigentlich ein Sabbatical?

Ein Sabbatical ist ein Arbeitszeitmodell, welches dem Arbeitnehmer die Möglichkeit gibt, für längere Zeit, meist 3-12 Monate, aus dem Job auszusteigen und nach dieser Zeit an den Arbeitsplatz wieder zurückzukehren. Sich keine Sorgen um den Job machen zu müssen, ist ganz entscheidend für den Erfolg eines Sabbaticals. In Betrieben mit starker Anwesenheitspflicht, ist ein Sabbatical meistens eher nicht karriereförderlich. Es gibt aber inzwischen immer mehr Gegenbeispiele, die beweisen, dass eine Auszeit sogar karrierefördernd sein kann. Was der Einzelne daraus macht, hängt stark von der Konkurrenz im Unternehmen, vom Vorgesetzten und der Arbeitskultur ab. Der Arbeitsalltag von Unternehmensberatern zum Beispiel kommt einem Sabbatical sehr entgegen – weil sie hauptsächlich in befristeten Projekten arbeiten und sich dazwischen hin und wieder zeitliche Lücken ergeben bzw. einfügen lassen können.

Wie funktioniert es?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten ein Sabbatical als Arbeitnehmer zu machen. Eine zeitlang unbezahlt Urlaub nehmen, Elternzeit nutzen, gesammelte Überstunden abbauen oder zum Beispiel 6 Monate nur 50% des Gehalts  ausbezahlt zu bekommen und davon 3 Monate voll und 3 Monate gar nicht arbeiten. Einen rechtlichen Anspruch auf ein Sabbatical gibt es allerdings nicht und man ist auf die Aufgeschlossenheit und Flexibilität des Arbeitgebers angewiesen.

Warum ist es sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber interessant?

Mitarbeiter die aus einem Sabbatical zurückkommen, bringen oftmals mehr Energie, Kreativität und Motivation für ihren Job mit. Solche Auszeiten binden Mitarbeiter meistens noch stärker an ihr Unternehmen und sind bei größeren Unternehmen mittlerweile ein beliebtes Tool zur Zufriedenheitssteigerung und Mitarbeiterbindung.

Ich werde im Januar ein neues Projekt starten, bin schon höchst motiviert und freue mich sehr darauf. Bis dahin genieße ich aber noch ein wenig die Unbeschwertheit und Freiheit, die mir meine Reise durch das Andenland gerade schenkt und tanke genügend Energie für 2017.

Viele Grüße aus Peru und einen guten Rutsch,

Julia

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Ein Kommentar zu „Sabbatical – Ich bin dann mal weg…

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