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20 Ideen aus dem Feelgood Management, die Mitarbeiter an ein Unternehmen binden

Warum Mitarbeiterbindung so wichtig ist und warum jedes Unternehmen wert darauf legen sollte, habe ich bereits in meinem letzten Artikel erklärt. Incentives aus dem Feelgood Management müssen hingegen vieler Annahmen nicht immer viel kosten. Die 20 besten und kostengünstigsten Ideen um Mitarbeiter zu recruitieren und zu halten möchte ich im Folgenden vorstellen.

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  1. Anerkennung

Ein einfaches Dankeschön in Form einer Karte, einem Blumenstrauß, einer handgeschriebenen Notiz oder ein Gutschein für das Lieblingsrestaurant zeigt dem Mitarbeiter, dass seine geleistete Arbeit anerkannt und wertgeschätzt wird.

  1. Ein Dankeschön in der Öffentlichkeit

Nicht jedes Dankeschön muss vor versammelter Belegschaft erfolgen. Ein Kompliment vor dem gesamten Team ist jedoch etwas Besonderes, denn es hält nicht nur der betreffenden Person vor Augen, was für eine gute Arbeit sie geleistet hat, sondern auch deren Kollegen. Egal ob mündlich oder in Form eines roten Teppichs, dem besten Parkplatz, einem speziellen Kaffeebecher, dem Chefbüro für einen Tag oder einem Blumenstrauß fürs Büro – Hauptsache es zaubert dem Mitarbeiter ein Lächeln ins Gesicht.

  1. Arbeitsumgebung und Arbeitsmaterial

Alte Technologien, muffige Büros, nicht ergonomische Stühle und ein langsamer Rechner können frustrierend wirken. Es sollte daher sichergestellt sein, dass die Angestellten in einem sonnigen, hübsch eingerichteten Büro sitzen und mit dem besten Equipment ausgestattet sind. So geht die Arbeit einfacher von der Hand und ist deutlich komfortabler.

  1. Paaaaaaarttttyyyyy

Warum nicht mal eine Party schmeißen? Ein regelmäßiges gemeinsames Mittagessen, ein Feierabendbier am Freitag oder eine überraschende Pizzaparty schweißen das Team zusammen. Kuchen zu Geburtstagen oder wenn ein wichtiges Projekt zum Abschluss kommt, hebt die Stimmung. Na gut, Kuchen und Schokolade heben ja bekanntlich immer die Stimmung. Man muss nur aufpassen, dass man nicht mit dem Feelgood Maßnahmen aus dem Gesundheitsmanagement kollidiert. 😉

  1. Ein extra Feiertag

Warum nicht einen firmeninternen Feiertag einführen zum jährlichen Gründungstag des Unternehmens oder zum Sommerbeginn? Carmen von feelgood@office hat in ihrem letzten Blogartikel einen zusätzlichen Urlaubstag pro Kind vorgeschlagen. Das wird natürlich besonders die arbeitenden Mamas und Papas freuen, die den Tag entsprechend gestalten können.

  1. Flexibilität

Flexibilität ist wohl einer der wertvollsten Faktoren, weil es nichts kostet, sondern sogar noch Kosten einsparen kann und einen unglaublichen positiven Einfluss auf die Work-Life-Balance der Arbeitnehmer hat. Egal ob flexible Arbeitszeiten, die angepasste Stundenanzahl oder die Arbeit aus dem Home-Office. Regelmäßige Meetings mit Anwesenheitspflicht halten das Team zusammen.

  1. Casual Dressing

Wer ihn noch nicht besitzt, sollte ihn unbedingt einführen: den Casual Friday. Branchen in denen ein Businessdress nicht zwingend notwendig ist, weil es zum Beispiel keinen Kundenkontakt gibt, sollten darüber nachdenken, ob sie dem Anzug und dem Kostümchen nicht ganz „good bye“ sagen.

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  1. Kleine Geschenke und Goodies

Vergünstigungen für Fachmagazine, Konzert-, Kino- oder Theatertickets, Kostenübernahme von Studiengebühren oder ÖPNV Tickets – Geschenke müssen nicht immer viel kosten.

  1. Dienstleistungen

Schon Laszlo Bock von Google beschreibt in seinem Buch „Work Rules!“, dass Programme mit Zusatzleistungen fürs Personal mitunter kostenlos sein können oder es gute Deals herausgehandelt werden können. Egal ob Masseur, Friseur, Autowaschanlage, Fitnessstudio oder Yogalehrerin – hier lassen sich bestimmt ein paar gute Kooperationen für die Mitarbeiter verhandeln.

  1. Kollegen besser kennenlernen

Wie lernen sich die Kollegen untereinander (abteilungsübergreifend) besser kennen? Zum Beispiel bei einem Mittagessen-Roulette, bei dem Kollegen zufällig ausgelost werden zusammen Mittagessen zu gehen. Oder ein monatliches Meeting, in dem Kollegen von Dingen berichten die ihnen wichtig sind und die nicht unbedingt etwas mit ihrer Arbeit zu tun haben: Reisen, Hobbies, Filme oder Bücher.

  1. Assistent oder Praktikant

Die Einstellung von Hilfe in Form eines persönlichen Assistenten oder eines Praktikanten, wenn Überlastung droht, kann die Arbeit eines besonders beschäftigten Kollegen stark erleichtern.

  1. „Du“ statt „Sie“

Die Vornamen seiner Kollegen sollte man kennen. Ein „Du“ ist immer persönlicher und schenkt Vertrauen. Unnötige Distanzen gilt es abzubauen.

  1. Picknick

Ein Firmen Picknick klingt ein bisschen old school, aber muss keines Falls langweilig sein. Gepaart mit ein paar Sonnenstrahlen und einer grünen Wiese, weit weg vom Büro und zusammen mit den Familien der Angestellten, kann ein Picknick viel Freude bereiten.

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  1. Hierarchie

Ein guter Kontakt zwischen Mitarbeiter und Management zeigt auch dem kleinsten Lichtlein dass es etwas wert ist. Jeder Chef sollte sich ein wenig Zeit für persönliche Gespräche und ein Mittagessen nehmen, auch wenn es die Zeit normaler Weise nicht zulässt.

  1. Soziales Engagement

Viele Unternehmen geben ihren Mitarbeitern inzwischen einige Tage im Jahr frei, um sich sozial zu engagieren. Besonders schön ist es, wenn sich die Belegschaft die gemeinnützige Organisation selbst heraussuchen kann für die es sich engagieren möchte. So ist sichergestellt, dass sich jeder für sein Herzensprojekt engagieren kann.

  1. Familienfreundlichkeit

Die Unterstützung bei der Kitaplatzsuche, beim Planen von Urlaub aufgrund von Schulferien oder Kitaschließzeiten oder die Flexibilität bzgl. Homeoffice, wenn das Kind einmal krank ist – lassen ein Unternehmen familienfreundlich wirken. Vielen jungen Arbeitnehmern wird dies immer wichtiger und kann zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für einen Arbeitgeber werden.

  1. And the Oscar goes to…

Lustige Awards wie die „Büro-Drama-Queen“, der „Mitarbeiter des Monates“ oder die „am besten angezogene Kollegin“ können zu einem Insider und Teil der Unternehmensgeschichte werden.

  1. Dienstfahrrad

Arbeitgeber dürfen Ihren Mitarbeitern ein Dienstrad zu gleichen Bedingungen wie für einen Dienstwagen zur Verfügung stellen. Das heißt: Der Mitarbeiter darf sein individuelles Wunschrad uneingeschränkt privat nutzen, wenn er es monatlich mit nur einem Prozent vom Listenpreis versteuert. Der Mitarbeiter kann sein Traumbike bequem über eine monatliche Gehaltsumwandlung aus seinem Bruttolohn bezahlen,  womit er einen Teil seiner Lohnsteuer- und Sozialversicherungsabgaben als auch die Mehrwertsteuer einsparen kann. Insgesamt sind so Einsparungen bis zu 30 Prozent möglich.
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Übrigens: Laut einer Studie sind Mitarbeiter, die regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren,  1,4 Tage pro Jahr weniger krank.  Und: Auf einem einzigen (Firmen-) Autoparkplatz haben bis zu sieben Fahrräder Platz.

  1. interne Unternehmenskommunikation

Mitarbeiter sollten über Ziele, Strategien und personelle Entscheidungen der Geschäftsleitung immer informiert sein. Welche Projekte stehen an? Welche Kunden konnte das Unternehmen dazu gewinnen? Wer verlässt das Unternehmen und wer kommt neu dazu? Welche Branchenneuigkeiten gibt es? Ein gut gefülltes aktuelles Intranet, eine Mitarbeiterzeitung oder ein regelmäßiger Newsletter stellt den Mitarbeitern die nötigen Informationen zur Verfügung.

  1. Mitarbeiterumfragen

Direkte Befragungen sind das wirksamste Mittel um herauszufinden, was sich die Mitarbeiter eines Unternehmens wünschen. Sicherlich kann man hier nicht allen Wünschen nachgehen, aber das Personal wird sich freuen selbst kreativ werden zu dürfen im Bezug auf die Ideenfindung rund um Incentives. Schwachstellen des Unternehmens und Erwartungen der Mitarbeiter können mit Hilfe einer Umfrage leichter identifiziert werden und auf deren Basis kreativ Lösungen durch den Feelgood Manager in Abstimmung mit der Geschäftsführung gefunden werden.

Feelgood Management ist immer individuell für jedes Unternehmen zu betrachten. Deshalb ist es nicht ausreichend, sich nur einer der aufgeführten Maßnahmen zuzuwenden, um die Mitarbeiterbindung nachhaltig zu stärken. Hier ist viel mehr ein ganzheitlicher Ansatz notwendig. Eine Analyse muss ganzheitlich vom Recruiting, über Mitarbeiter- und Feedbackgespräche, sowie Mitarbeiterbefragungen bis hin zum Exit-Gespräch erfolgen. Nur so lässt sich erfolgreich herausfinden was die Mitarbeiter brauchen und was sie antreibt, das Unternehmen zu verlassen oder zu bleiben. Incentives sollen die tägliche Arbeit erleichtern und angenehmer gestalten, können aber auch als Highlight gesehen werden, auf welches die Angestellten hinarbeiten können.

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5 Kommentare zu „20 Ideen aus dem Feelgood Management, die Mitarbeiter an ein Unternehmen binden

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