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Von Reisen, Feelgood Management und den Big 5 for Life.

Ich bin ein Kind der Generation Y, geboren in Dresden, in den 80ern hatte ich eine glückliche Kindheit mit allem was dazu gehört: Draußen spielen, Bude bauen, Grimms Märchen, Rollschuh fahren, Sandmann schauen, Pommes im Freibad und Gänseblümchen auf den Elbwiesen pflücken. Die deutsche Wiedervereinigung eröffnete mir Möglichkeiten, wie mein Studium und das Reisen in die weite Welt. So habe ich nach meinem Abitur ein Jahr lang als Au Pair in Italien kleine italienische Bambini zur Schule gebracht, als Rezeptionistin in einem Hostel in New York mitten in Manhatten gearbeitet und als Kinderanimateur in Südspanien kleinen Kindern den Kängurutanz beigebracht. Ich bin allein mit meinem Rucksack nach Singapur gereist und hab zum ersten Mal asiatisches Streetfood probiert (und lieben gelernt), habe in Malaysia die Bekanntschaft mit Feuerquallen gemacht, einen – nicht ganz ernst gemeinten – Heiratsantrag beim Zähneputzen auf Cebu auf den Philippinen bekommen und saß auf Kuba zum ersten Mal auf einem Pferdrücken. (Danach tat mir mein Hintern so weh, dass ich ein paar Tage später immer noch schwer sitzen konnte.) In Peru habe ich auf dem weltberühmten Inkatrail alle – nicht enden wollenden – Stufen bezwungen und dabei haben mir nur vieeeel Schokolade, Wasser und mein enormes Durchhaltevermögen über die Tage geholfen. Nicht zuletzt auf dieser Reise, habe ich mal wieder festgestellt, dass Spitzenleistung ohne Leidenschaft nicht erzielbar ist.

feelgoodmanagement_reisen_big5_850x300Diese vielen Reisen haben unzählbare einzigartige Erlebnisse hervorgebracht und mich vor allem zu der Person geformt die ich jetzt bin. Fremde Kulturen, neue Menschen, eigene Grenzen überwinden, die eigene Schüchternheit ablegen, sich in Abenteuer stürzen, Gerichte probieren, die einem den Magen zweimal umdrehen und mit Menschen zu Abendessen oder sich ein Zimmer teilen, die ich in meiner Heimat nie kennengelernt hätte. So fühlt sich für mich das Leben an. So fühlt sich für mich Glück an. Und das war ein großer Schritt zu meinen Big 5.

Feelgood Management

Leider besteht auch mein Leben nicht nur aus der Anreihung solcher Glücksmomente, sondern auch ich muss arbeiten um Geld zu verdienen. Seit dem Start ins Berufsleben, durfte ich bereits die verschiedensten Jobs und Projekte ausüben und habe so unterschiedliche Führungspersönlichkeiten kennengelernt. Dabei habe ich festgestellt, dass es eine wahre Kunst ist Mitarbeiter richtig zu führen, damit sie motiviert und engagiert bleiben, welche nur wenige Chefs beherrschen. Im besten Falle schafft man es selbst seine Arbeit und Leidenschaft zu verbinden um bereitwillig immer ALLES geben zu können. Denn so profitiert man nicht nur selbst, sondern auch das Unternehmen.

So bin ich irgendwann über das Thema Feelgood Management gestolpert, was mich seit einiger Zeit inspiriert und fasziniert und weshalb ich in 2016 begann einen Blog zu diesem Thema zu starteten. Dabei geht es um Wohlfühlen („Feel good“), das Schaffen einer angenehmen Arbeitsatmosphäre, die Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation und um eine ausgewogene Work-Life-Balance. Dinge die mir wichtig sind und die ich gern in die Welt trage, damit so viele Menschen wie möglich davon erfahren und profitieren.

The big five for life

In meinem letzten Urlaub auf der Insel La Palma habe ich das Buch „The Big Five for Life“ von John P. Strelecky gelesen, was mich schwer beeindruckt hat. Die zentrale Idee des Buches besagt, dass jeder von uns seine „big five for life“ definieren sollte, um für sich herauszufinden, was ihm wirklich wichtig im Leben ist und was er erreichen möchte.
Setzt Euch einmal hin und überlegt, was die fünf Dinge sind, die dazu führen, dass Ihr am Ende Eures Lebens sagt – das war genau das Leben, was ich führen wollte! Kreist im Kalender alles ein, was zur Erreichung dieser Ziele beiträgt und fragt Euch bei den anderen Einträgen für wen ihr sie macht und warum sie so viel Platz in Eurem Leben einnehmen, wenn sie nicht dazu beitragen, eines Eurer fünf Ziele zu erreichen. Die fünf Ziele, die man für sich definiert, müssen nicht unmittelbar umsetzbar sein, aber man sollte bereits heute damit beginnen die Weichen zu stellen, um sie irgendwann zu erreichen.

In Buch wird das Schaffen einer Unternehmenskultur, von Unternehmenswerten und -visionen und die Mitarbeiterentwicklung so beleuchtet, dass man im Nachhinein versteht, warum diese durchaus ernst zu nehmen sind, da sie zur Umsatzsteigerung des Unternehmens beitragen und somit unverzichtbar sind. Der Mitarbeiter steht dabei immer im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie. Wenn Menschen sich ernst genommen fühlen, gefördert und gefordert werden, Teil einer Unternehmenskultur sind, die menschlich ist, dann ist das Ergebnis, dass sie motiviert sind, produktiv, proaktiv  arbeiten und Freude an ihrer Arbeit haben. Das wiederum führt dazu, dass sie konzentrierter arbeiten, 120% geben, ihre Ideen in das Unternehmen einbringen und mehr Output generieren. Und, dass sie bleiben wollen. Somit sinkt die Fluktuation im Unternehmen, das Knowhow bleibt und es entsteht eine Kontinuität, von der Kunden, Kollegen und Kooperationspartner profitieren. Und ganz besonders profitiert das Unternehmen selbst und sein betriebswirtschaftliches Ergebnis. Denn bei konstanten Kosten wird die Produktivität und damit der Umsatz gesteigert.

Mit meinem Blog möchte ich gern Menschen inspirieren, informieren, anregen, weiterbilden, beraten, helfen, motivieren und mir diese Dinge vom Herzen schreiben. Somit ist der Blog quasi ein Tool zu Erreichung eines meiner big five for life.

„We either write the ending we want, and then create a life that gets us there, or we end up living someone else´s story, and having an ending that pales compared to the one we would have written for ourselves“.

Wenn man das Buch in einem Satz zusammenfassen sollte, ist dieses Zitat sicherlich am aussagekräftigsten. Wir sollen uns unserer Ziele bewusst werden und die eigenen Träume zu Ende zu denken. Auf welches Leben möchte ich gerne eines Tages zurück blicken? Was macht mich wirklich glücklich?

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Nicht alles im Leben lässt sich lenken und steuern. Bestimmte Sachen sind auch von Glück und Zufall abhängig. Deshalb dürfen meiner Meinung nach die big five for life auch ein gewisses Maß an Flexibilität beinhalten, Pläne dürfen angepasst oder verändert werden. Denn das wird sich sowieso nicht vermeiden lassen. Aber das Ende zuerst zu schreiben ist eigentlich nichts anderes als sich seiner big five bewusst zu werden, um herauszufinden, was uns wirklich glücklich macht und was nicht und worauf wir keine Zeit verschwenden sollten.


Dieser Artikel ist bereits im eMagazin Pure&Positive erschienen. Das Magazin inkl. Artikel könnt Ihr Euch hier downloaden. Mehr Literaturempfehlungen gibt es übrigens hier.

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