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Büro-Outfit im Sommer: Welcher Dresscode gilt bei Hitze?

Wenn die Temperaturen, wie in den letzten Tagen, die 30 Grad Marke knacken, stehe ich morgens oftmals ratlos vor dem Kleiderschrank. Welches Outfit ist luftig genug für die Temperaturen und seriös genug fürs Büro? Am liebsten würde ich bei der derzeitigen Hitze nur in Top, Shorts und FlipFlops herumlaufen. Sich da an einen Büro-Dresscode halten? Puh, das fällt mir schwer. Allerdings sind Strumpfhose oder Krawatte, statt Flatterkleid oder Shorts für Beschäftigte in Firmen mit strikter Kleiderordnung aktuell schweißtreibende Realität. Gerade in Büroräumen ohne Klimaanlagen werden Hitzewellen schnell zur schweißtreibenden Qual. Darf der Dresscode im Sommer vielleicht etwas gelockert werden?

Hitzefrei für Bürooutfits?

Streng genommen gilt das leider eher weniger. Grundsätzlich hat Hitze wenig Einfluss auf die Kleiderordnung im Job. Wenn es in einer Branche einen offiziellen Dresscode gibt, dann gilt dieser bei jedem Wetter. Am strengsten sind die Regeln natürlich bei Berufen mit Kundenkontakt, bei denen Seriosität ausgestrahlt und Vertrauen aufgebaut werden soll. Banken, Versicherungen, Beratungen. Kunden haben bestimmte Erwartungen, die erfüllt werden sollen – ganz unabhängig von der Jahreszeit. Studien zeigen, dass sich Kunden von klassisch gekleideten Mitarbeitern eher ernst genommen und besser beraten fühlen. Es ist ein Zeichen von Respekt, den man Kunden entgegen bringt. Mit einem professionellen Auftritt tut der Mitarbeiter also etwas für sich selbst und seine Wertschätzung – und nicht für seinen Chef, der persönlich Wert auf den Dresscode legt. Kunden haben bestimmte Erwartungen, die erfüllt werden sollen – ganz unabhängig von der Jahreszeit. 

Und wie sieht es in Branchen ohne Kundenkontakt aus?

Die meisten Unternehmen stellen eh ihre eigenen Regeln auf: In der IT-Branche oder in einer Werbeagentur kann man auch leger in Freizeitkleidung am Schreibtisch sitzen, wenn kein Kundentermin ansteht. Da stört es niemanden, wenn Männer kurze Hosen tragen und Frauen Sandalen und die Feinstrümpfe zuhause bleiben. Grundsätzlich sind Dresscodes aber inzwischen deutlich lockerer geworden. In vielen Branchen sind zum Beispiel schlichte Sneaker zum Anzug, Rock oder dunkler Jeans akzeptiert. Und wir Frauen haben es eh noch ein wenig leichter: Etuikleid oder eine dünne Culotte mit einer kurzen Bluse sind vollkommen okay.

Und im Homeoffice?

Ja, was können wir uns eigentlich schwitzend im Homeoffice erlauben? Wie seriös sollte mein Erscheinungsbild sein, wenn mich außer dem Postboten niemand zu Gesicht bekommt? Was Arbeitgeber fürchten, ist, dass bei Kollegen, die von Zuhause aus arbeiten, die Disziplin irgendwo auf dem kurzen Weg zwischen Bett und Schreibtisch verloren geht. In Bezug auf die Arbeitsleistung trifft das aber meist nicht zu, wie verschiedene Studien nachweisen. Aber auch ich muss zugeben, es stellt sich bei mir eine Art äußerlicher Verfall ein, der proportional zur Temperatur steigt.  FlipFlops, ein Bikini mit Ananasmotiv, ein in Eiswürfelwasser getränkter Bademantel – eben alles was das Arbeiten im Homeoffice leichter macht, ist erlaubt.

Aber ist eine Power-Point-Präsentation, die im Bikini oder in der Badehose erstellt wurde, gedanklich zu luftig, zu durchschaubar in der Argumentation? Nein! Das Ignorieren jeglicher Dresscodes und Würde hilft meinem Hirn vielmehr im neuesten Hitzerekord zumindest irgendeinen klugen Gedanken abzuringen, bevor es dahin schmilzt.


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